Gibt es so etwas wie negative Kalorien? Das sagen die Studien

Fühlst du dich auch ständig von Diät-Mythen bombardiert? Nun, wir sind hier, um heute mindestens einen davon für dich zu entlarven – nämlich den Mythos der negativen Kalorien.

Wir alle haben von der Idee gehört, dass es Lebensmittel gibt, die mehr Kalorien beim Verdauen verbrauchen, als sie enthalten, aber ist so etwas wirklich möglich? Laut einer neuen Studie funktioniert es so leider nicht.

Lebensmittel, wie z.B. Sellerie oder Gurke, werden seit langem als Lebensmittel gehandelt, die negative Kalorien enthalten. Aus diesem Grund sind solche Produkte in der Ernährungsgemeinschaft überaus beliebt, wenn es darum geht, den Kaloriengehalt niedrig genug zu halten, um Gewicht zu verlieren.

Zwar zweifelt niemand an, dass diese Lebensmittel kalorienarm sind, aber hier erfährst du nun, wieso es so etwas wie Lebensmittel mit negativen Kalorien nicht gibt:

Was bedeutet „negative Kalorien“ überhaupt?

 

Eine Kalorie ist eine Maßeinheit für Energie – die Kalorien, die du auf deiner Lebensmittelverpackung siehst, bezeichnet man eigentlich als Kilokalorie (1.000 Kalorien).

Die Idee hinter Lebensmitteln mit negativen Kalorien besagt, dass diese weniger Kalorien bzw. Energie enthalten, als notwendig ist, um diese Nährstoffe zu verdauen und aufzunehmen, wenn man sie isst. Das würde bedeuten, dass du dich durch das Essen dieser Lebensmittel in einem Kaloriendefizit befinden kannst.

Obwohl dies theoretisch sinnvoll sein könnte, funktioniert es so leider nicht. Sogar Lebensmittel, die wirklich wenig Kalorien enthalten, liefern noch ausreichend Kalorien, so dass eine Energieaufnahme nach der Verdauung und Resorption erfolgt – diese Antwort liefert uns eine aktuelle Studie (1).

Die Studie

 

Die Arbeit wurde von einem Team der University of Alabama an Bartdrachen durchgeführt – einer Eidechsenart, die ihren Ursprung in Australien hat. Die Forscher entschieden sich dazu den Bartdrachen mit Sellerie zu füttern, da dies das Lebensmittel ist, welches auf den unzähligen Listen, die Lebensmittel mit negativen Kalorien enthalten sollen, ganz oben stehen.

Die Wissenschaftler analysierten die Energieverluste durch Stuhl und Urin, den Stoffwechsel und die Kosten der Mahlzeitverdauung. Sie fanden hierbei heraus, dass die Eidechsen immer noch fast ein Viertel der Energie, die sie durch den Sellerie zuführten, aufwiesen. Die Studie berücksichtigte jedoch nicht die Energiekosten des Kauens, was die Menge der verbleibenden Energie reduzieren würde.

Die Forscher glauben, dass die Ergebnisse für den Menschen, der Sellerie isst, ähnlich sein würden, da der Anstieg des Stoffwechsels nach einer Mahlzeit bei Eidechsen und Menschen ebenfalls ähnlich ausfällt.

 

Verliere noch nicht die Hoffnung

 

Die Forscher argumentieren, dass – obgleich dein Körper nicht alle Kalorien im Zuge der Verdauung, Aufnahme und Ausscheidung des Selleries nutzt – die basale Stoffwechselrate (die Energie, die benötigt wird, damit der Körper auch in Ruhe funktioniert) impliziert, dass die überschüssige Energie durch den Verzehr des Selleries aufgebraucht werden würde.

Tatsächlich müsste eine durchschnittliche Frau rund 12,6 kg rohen Sellerie essen, um diesen minimalen Energiebedarf zu decken.

 

Take Home Message

 

Es scheint, dass es hier noch eine ganze Menge zu lernen gibt, aber der wichtigste Punkt ist, dass Sellerie mit ziemlicher Sicherheit keine negativen Kalorien enthält.

Es ist unbestreitbar, dass es sich hierbei um einen unglaublich leichten Snack handelt, sofern es das ist, was du anstrebst – und du wirst den Rest der Energie, den du dadurch bekommst, leicht nutzen können.

Es könnte jedoch andere Lebensmittel geben, bei denen es möglicherweise zutrifft, also lass die Träumer weiterträumen.

 

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References

1. Buddemeyer, K. M., Alexander, A. E., & Secor, S. M. (2019). Negative calorie foods: An empirical examination of what is fact or fiction. bioRxiv, 586958.

Evangeline Howarth

Autor und Experte
Evangeline is a Veganuary convert and newbie vegan with a degree in English and French from the University of Nottingham. Having recently ditched the meat and dairy, she really enjoys the new flavours and cooking techniques she’s encountered on a plant-based diet. She’s been shocked by the millions of ways you can use tofu, however still hasn’t found a decent cheese substitute! When she’s not in the office or eating, Evangeline usually out running or sailing. As a qualified RYA Dinghy Instructor and a marathon runner, she knows the importance of providing your body with the right nutrients for endurance sports as well as a busy lifestyle. Find out more about Evie's experience here.