5 Wege, um mit Stress fertig zu werden

Für viele von uns ist Stress fast schon ein vertrauter Bestandteil unseres Alltags geworden. So sehr, dass eine von der Mental Health Foundation durchgeführte Online-Studie aus dem Jahr 2018 ergab, dass sich im Vorjahr 74% der Menschen so gestresst fühlten, dass sie überfordert waren oder nicht mehr zurechtkamen.

Eine weitere Studie aus dem Jahr 2018 der HSE (Health and Safety Executive) ergab:

 

„Arbeitsbezogener Stress und Ängste sind die Hauptursache für schlechte Gesundheit und fehlende Anwesenheit.“ (1)

 

An Tagen, an denen man das Gefühl hat, dass alles ein bisschen zu viel wird, ist man also definitiv nicht allein – und es gibt viele einfache Schritte, die man unternehmen kann, um zu versuchen, die Belastung zu verringern.

Hier sind 5 einfache Wege:

Bleibe aktiv

 

Es ist eine bekannte Tatsache, dass Bewegung ein großartiges Mittel gegen schlechte Laune sein kann, da es dir hilft, Dampf abzulassen und dir einen willkommenen Schub an Endorphinen liefert. Viele Studien haben gezeigt, dass insbesondere hochintensives Ausdauertraining viele positive Auswirkungen auf die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden hat (2.

So verlockend es auch sein mag, nach einem besonders anstrengenden Arbeitstag zu Hause anzukommen und sich im Bett zu kuscheln – du wirst dich wahrscheinlich viel besser fühlen, wenn du ins Fitnessstudio gehst und eine knackige HIIT-Einheit absolvierst.

 


Führe eine digitale Entgiftung durch

 

Mal ganz ehrlich: Wie oft überprüfst du deine E-Mail außerhalb der regulären Arbeitszeit? Oder – noch schlimmer – wie oft aktualisierst du in obsessiver Manier den Instagram-Feed, nur um einer Flut an Urlaubsbildern und Orten überschwemmt zu werden, an denen du jetzt eigentlich viel lieber wärst – zusammen mit einer Reihe an unerreichbaren Strandkörpern?

Wenn du dich bereits schlecht fühlst, dann könnten die sozialen Medien ein schlechter Ort sein, dem man sich zuwendet. Auch wenn du wahrscheinlich weißt, dass es sich nicht um eine genaue Darstellung des realen Lebens handelt, ist es schwer, deine unmittelbare Situation nicht mit den stark gefilterten, lächelnden Gesichtern zu vergleichen, die du auf jedem Feed und Kanal siehst. Gönne dir eine Pause und schalte doch mal den Bildschirm aus.

 


Gehe draußen spazieren

 

Dies ist, im Grunde genommen, eine Kombination der ersten beiden Punkte, kann aber eine besonders nützliche Technik sein, um mit deinen Emotionen auf der Arbeit umzugehen. Wenn du das Gefühl hast, dass du nach dem Erhalt einer besonders passiv-aggressiven E-Mail die Grenze erreicht hast oder wenn du ein weiteres sinnloses Meeting durchmachen musstest, dann kann ein kleiner Spaziergang an der frischen Luft ein wahres Wunder für deinen Kopf seub,

Gib dir die Zeit und den Raum, um dich ein wenig abzukühlen. Konzentriere dich auf deine Atmung und du wirst wahrscheinlich mit der Erkenntnis an den Schreibtisch zurückkehren, dass es im Wesentlichen auf viel größere Dinge im Leben ankommt. Es gibt keinen Grund, um Becky von der Finanzabteilung den Kopf abzureißen… zumindest gibt es ihn heute nicht.

 


Rede mit Freunden & Familie

 

Verwandle dich nicht in einen menschlichen Schnellkochtopf, indem du alles unter Verschluss hältst. Du würdest doch auch immer wolle, dass sich deine Freunde und Familie dir anvertrauen, wenn sie etwas auf dem Herzen haben – also stelle sicher, dass du dich revanchierst, indem du dasselbe tust. Die Menschen in deiner Nähe sind dazu da, um dich in guten und in schlechten Zeiten zu unterstützen – aber du musst dich erst öffnen, damit das möglich ist.

Wenn du das Gefühl hast, dass deine Freunde und Familie zu nah dran sind oder Teil des Problems sind, dann gibt es nichts Falches daran, sich an jemanden zu wenden, der etwas unparteiischer ist. Es gibt wahrscheinlich jemanden in deiner Personalabteilung, der darauf trainiert ist, auf deine Probleme zu hören – egal wie trivial dir diese auch erscheinen mögen. Alternativ könntest du auch einen Therapeuten/Berater in deiner Nähe finden.

Denke stets daran: Ein gemeinsames Problem ist ein halbes Problem. Du solltest nie etwas alleine durchmachen müssen.

 


Habe eine tägliche To-Do-Liste

 

Hattest du schon einmal so viel um die Ohren, dass du nicht einmal wusstest, wo du anfangen sollst…. also sitzt du einfach herum und tust stattdessen nichts Produktives? Es mag möglicherweise eine der am wenigsten effektiven Methoden sein, um mit deinen Problemen umzugehen, aber das ist vermutlich das, was viele von uns schon mal getan haben.

Anstatt sich von der Frage, wie viel du im Moment „tun“ musst, völlig überfordern und davon einnehmen zu lassen, nimm‘ dir einen Moment Zeit, um eine Liste zu erstellen. Plötzlich scheinen all diese Aufgaben viel überschaubarer zu sein, wenn du sie zerlegt und sauber ausgeführt hast, oder?

Ein nützliches Werkzeug, um sicherzustellen, dass du die wirklich wichtigen Dinge nicht verpasst, ist die Priorisierung deiner Aufgaben. Einige Leute ziehen es vor, die Fristen als Reihenfolge zu nehmen und z.B. mit jenen Sachen zu beginnen, die am ehesten fällig sind. Andere empfinden es womöglich hilfreicher, wenn sie die Aufgaben nach Wichtigkeit sortieren, z.B.:

  • Dinge, die heute noch erledigt werden müssen.
  • Dinge, die man heute noch erledigen will
  • Und Dinge, die man in naher Zukunft erledigen möchte.

Finde heraus, was für dich am besten passt und mache dich an die Arbeit. Genieße die unbestreitbare Zufriedenheit, die damit einhergeht, dass du Dinge von einer Liste streichen kannst.

 


 

Fühlst du dich immer noch gestresst, nachdem du all dies ausprobiert hast? In dem Fall kann es an der Zeit sein, um professionelle Hilfe zu suchen oder mit deinem Arzt zu sprechen.

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References

  1. Health and Safety Executive. (2017). Work-related stress, depression or anxiety statistics in Great Britain 2017.
  2. Norris, R., Carroll, D., & Cochrane, R. (1992). The effects of physical activity and exercise training on psychological stress and well-being in an adolescent populationJournal of psychosomatic research36(1), 55-65.

Lauren Dawes

Autor und Experte
Lauren is an English Literature graduate originally from the South. She’s always loved swimming, has discovered the power of weight training over the past few years, and has lots of room for improvement in her weekly hot yoga class. On the weekends she’s usually cooking or eating some kind of brunch, and she enjoys trying out new recipes with her housemates – especially since shaking off student habits, like mainly surviving off pasta. Above all, she’s a firm believer in keeping a balance between the gym and gin. Find out more about Lauren’s experience here: https://www.linkedin.com/in/lauren-dawes-b4416aaa/