Motivation

„Ich bin stolz darauf, eine Sportlerin mit Behinderung zu sein“ | Eine studentische Kraftdreikämpferin spricht über ihre MS-Diagnose

Eines unserer wichtigsten Ziele bei Myprotein ist es, junge Menschen für Fitness zu begeistern. Viele unserer beliebtesten Ambassadors sind Studenten; wir lieben es ihre Geschichten zu erzählen und eine neue Generation dazu zu inspirieren, in ihre Fußstapfen zu treten.

Unser Ambassador-Programm für Studenten, NXTGEN, wurde aus genau diesem Grund ins Leben gerufen und ist ein riesiger Erfolg. Wir unterstützen damit das Vorhaben vieler talentierter und gym-begeisterter Studenten mit den verschiedensten Hintergründen.

Eine dieser Studenten ist Nicole Latham. Sie ist 21 Jahre alt und studiert an der University of Leeds Jura. Wenn sie nicht gerade mit studieren beschäftigt ist, nimmt Nicole an Powerlifting-Wettkämpfen teil. Außerdem hat sie einen schwarzen Gürtel im Karate. Jap, einen schwarzen Gürtel.

Neben der Uni, dem Gym und Martial Arts verbringt sie aber auch viel Zeit bei Ärzten. Seit drei Jahren hat sie mit Symptomen einer neurologischen Störung zu kämpfen und wurde vor einem Jahr mit multipler Sklerose (MS) diagnostiziert. Aber sie lässt sich trotzdem nicht unterkriegen. Sie möchte auch anderen jungen Menschen mit Einschränkungen zeigen, dass sie trotz allem ihr Leben leben und Freude an einem aktiven Lifestyle haben können.

Nicole hat ein paar Fragen auf ihrem Instagram-Profil beantwortet. Dort hat sie offen über ihre Diagnose gesprochen und verraten, wie sie ihren Sport, ihre Uni und ihre soziales Leben unter einen Hut mit der Krankheit bekommt. Hier ist was sie uns zu sagen hatte.

 

„Es gingen keine Alarmglocken an. Ich dachte einfach, ich sei gestresst“

Nicoles erster Anfall kam, während sie sich auf ihr Abitur vorbereitete – eine Zeit, die für viele Schüler sehr stressig sein kann. Und damals dachte sie auch es sei genau das: Stress. Aber in Wahrheit war es Vertigo und vermutlich ihr erster MS-Anfall.

„Im Mai 2019 bin ich aufgewacht und habe plötzlich doppelt gesehen. Es hat sich angefühlt, als sei ich betrunken (letztlich hat sich herausgestellt, es war Vertigo!). So seltsam es auch war, aber an diesem Punkt sind für mich noch keine Alarmglocken angegangen. Ich stand kurz vor dem Abitur und dachte ich sei einfach nur gestresst.“

 

„Schließlich habe ich gemerkt, dass etwas nicht stimmte“

Nicole hat sich danach erst einmal weiter auf ihre Prüfungen vorbereitet. In den Prüfungen saß sie letztlich mit einem Auge geschlossen, da ihre Sicht durch den Vertigo-Vorfall noch immer beeinträchtigt war. Da hat sie sich entschieden etwas zu unternehmen und ist zum Arzt.

„Nachdem ich meine Prüfung mit einem geschlossenen Auge abgelegt habe, weil ich sonst nichts gesehen hätte, eine ganze Menge Medikamente eingenommen und keinerlei Fortschritte gemacht hatte, habe ich schließlich gemerkt, dass etwas nicht stimmte.

Nach einem MRT wurde ich mit klinisch isoliertem Syndrom (KIS) diagnostiziert. Da war ich 18 Jahre alt. Diese Diagnose erhält man, wenn man einmal eine Episode neurologischer Symptome hatte, die durch eine Entzündung des ZNS entstanden ist.“

„Ich bin stolz darauf, eine Sportlerin mit Behinderung zu sein" | Eine studentische Kraftdreikämpferin spricht über ihre MS-Diagnose


 

„Zwei Monate lang hat meine Hand sehr stark gezittert“

Nach diesem ersten Anfall und der KIS-Diagnose, hatte Nicole ein paar Jahre lang keine weiteren Episoden mehr. Aber im August 2021 kam die nächste.

„Ich hatte ein paar Jahre lang meine Ruhe, aber im August 2021 hatte ich meinen zweiten Anfall und wurde mit MS diagnostiziert. Dieses Mal hat meine Hand zwei Monate lang sehr stark gezittert!“

 

„Ich möchte, dass andere schnell diagnostiziert werden“

Heute nutzt Nicole ihr Profil nicht nur dazu, um auf MS aufmerksam zu machen, sondern appelliert auch an andere, mögliche Symptome nicht zu ignorieren. So wie sie es erst getan hat. Gleichzeitig möchte sie den Menschen aber auch zeigen, dass man selbst mit MS ein erfüllendes Leben führen kann. Sie möchte sowohl die Höhen als auch die Tiefen zeigen.

„Aktuell nehme ich krankheitsmodifizierende Medikamente. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass es mir keine Angst macht, aber ich bin so froh, dass mein MS in jungen Jahren entdeckt wurde. Ich möchte mein Profil dazu nutzen, mein Leben (die Höhen und die Tiefen) zu zeigen und andere Menschen darauf aufmerksam zu machen, sodass andere hoffentlich genauso schnell diagnostiziert werden können.“

Nicole akzeptiert ihre Krankheit und erobert jetzt die Powerlifting-Welt als eine junge Athletin mit Behinderung. Und sie ist stolz darauf.

„Mein Ziel ist es, anderen Athleten mit einer Behinderung zu zeigen, dass das Leben nach der Diagnose weitergeht. Ich bin stolz darauf, eine Sportlerin mit Behinderung zu sein.“

 

Take Home Message

Als Nicole ihre Diagnose erhielt, kannte sie aus den Medien nur die Probleme und Herausforderungen, die MS mit sich bringt. Dass man aber trotzdem noch Möglichkeiten hat und Dinge erreichen kann, wird nur selten gezeigt.

Folge Nicole auf Instagram für absolute Killer Workouts, Powerlifting-Tipps und Ratschläge dazu, wie man auch mit MS sein Leben in vollen Zügen genießen kann.

Und behalte auch unseren Blog im Auge, bald veröffentlichen wir nämlich ein Interview mit Nicole…

 

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Monica Green

Monica Green

Autor und Experte

Ursprünglich aus dem Süden Londons stammend, schloss Monica an der Universität Leeds mit einem Abschluss in Philosophie ab. Nachdem sie während ihres Studiums die Liebe zum Fitnessstudio entdeckt hatte, wurde Monica vom Krafttraining angezogen, welches ihr in ihrer stressigen Studienzeit sehr geholfen hat. Nachdem sie für eine beliebte Studenten-Website geschrieben hatte, entwickelte Monica ihre Fähigkeiten als Autorin weiter und schrieb regelmäßig Trend-Artikel. Sie ist begeistert, ihre Liebe zum Schreiben mit ihrer Leidenschaft für das Fitnessstudio verbinden zu können. Monica liebt es in ihrer Freizeit zu kochen, Restaurants mit Freunden auszuprobieren und neue Wanderwege zu erkunden.


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